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ÜBER STOCK UND STEIN

Ihr erster Blick gilt den Schuhen der Wanderwilligen, dann schaut sie sich den ganzen Menschen an: Manuela Kalkhauser aus Kössen ist geprüfte Bergwanderführerin und erkennt aufgrund ihrer Erfahrung sofort, mit wem sie es zu tun hat. Und dieses Wissen ist Gold wert, immerhin ist sie als Bergwanderführerin für die Sicherheit ihrer Gäste verantwortlich. Viele überschätzen sich bei ihrer ersten Wanderung: Sie tragen neues Schuhwerk, sind fantastisch ausgestattet mit atmungsaktiver Funktionskleidung und den besten Wanderrucksäcken - nur Erfahrung im Bergwandern haben sie keine. Und das merkt Manuela Kalkhauser sofort.

Das Gehen lernen

Die allgemeine Kondition spielt natürlich eine Rolle, allerdings geht es auch um den Bewegungsablauf beim Wandern, den man erst gewöhnt werden muss. Und so kommen auch passionierte Sportler bei ihrer ersten Wanderung ins Schwitzen. Manchen Gästen muss Manuela Kalkhauser das Gehen lernen: Die langsame, über mehrere Stunden anhaltende Bewegung sind viele auf Hochleistung getrimmte Gäste nicht mehr gewohnt - sie möchten allzu schnell durchstarten. Deshalb geht Manuela Kalkhauser mit betont langsamen Schritten voraus. Denn die Bergwanderführerin geht immer voraus, so sagt sie.
Das Angebot von Manuela Kalkhauser richtet sich ganz gezielt an all jene, die wenig Erfahrung in den Bergen haben und die Natur hautnah erleben möchten. Sie passt den Schwierigkeitsgrad ihrer Touren an die Fähigkeiten der TeilnehmerInnen an und möchte ihren Gästen einen schönen Tag bereiten: Überforderung wäre in diesem Fall hinderlich. Vor allem ist sie gar nicht nötig, da im schönen Kaiserwinkel auch ohne große Anstrengung wunderbare Plätze zu erreichen sind. Diese zeigt Manuela Kalkhauser ihren Gästen gerne. Sie ist in der ganzen Region unterwegs - sehr oft im Kaiserwinkl, manche ihrer Touren führen sie aber auch nach St. Johann, Kitzbühel, ins Kaisergebirge oder noch weiter weg. Tatsächlich ist bei den von Manuela Kalkhauser geführten Bergtouren der Weg das Ziel: Sie scheint jeden Grashalm beim Namen zu kennen, erzählt Geschichten aus der Umgebung, flicht geschickt ihr Wissen über Mythen und Sagen aus der Region ein. Natürlich weiß sie auch viel über die umliegenden Berggipfel zu erzählen. Sie schaut in die Ferne und erläutert ihre Namensgebung. Auf jede Frage scheint sie eine Antwort zu haben. Lange Jahre war sie in der Reiseleitung tätig, vielleicht kommt daher ihr Gespür für die Menschen und ihre Bedürfnisse.

Das Hinschauen lernen

Einen wichtigen Stellenwert nimmt die Natur für Manuela Kalkhauser ein. Sie ist nicht nur geprüfte Bergwanderführerin, sondern hat außerdem die Ausbildungen zur Natur- und Moorführerin abgeschlossen. Daraus ergeben sich wunderbare Synergieeffekte: Unabhängig davon in welcher Landschaft sie mit ihren Gästen unterwegs ist, geht es Manuela Kalkhauser darum ihre Gäste auf die Schönheit der Natur aufmerksam zu machen. Nicht nur das Gehen möchte sie ihnen beibringen, sondern auch das Hinschauen.
Die Wanderer sollen zuallererst in der Natur ankommen und den Stress, die Arbeitsbelastung, die Alltagsprobleme hinter sich zu lassen. Die meisten ihrer Gäste machen Urlaub in Tirol und brauchen einige Zeit bis sie sich im Kopf von Gedanken an das Leben zu Hause frei machen können. Erst dann sind sie bereit und aufnahmefähig - in diesem Moment hakt Manuela Kalkhauser ein und lenkt die Aufmerksamkeit der Urlauber und Urlauberinnen auf Details. Sie greift nach einem Blatt Rossminze am Wegesrand und lässt die Wanderbegeisterten daran riechen. In der Natur ist der Mensch auf sich selbst zurück geworfen, vielleicht fällt es ihm deshalb leichter im saftigen Grün des Waldes Klarheit zu gewinnen: Der Erholungswert steht bei den Wanderungen mit Manuela Kalkhauser im Vordergrund.

Gipfelsturm und Hüttengaudi

Die Bergwelt ist gewaltig, atemberaubend schön und gleichzeitig unberechenbar: Nicht immer spielt das Wetter bei den Wanderungen von Manuela Kalkhauser mit. Trotz ihrer guten Verbindungen nach oben, kommt es immer wieder vor, dass dunkle Gewitterwolken die Wanderer zum Umkehren zwingen. In diesen Momenten ist Spontanität gefragt. Manuela Kalkhauser muss dann die richtige Entscheidung treffen, um ihre Gäste nicht zu gefährden. Sie wählt lieber eine andere Route, anstatt ein Risiko einzugehen.
In jedem Fall steuert man auf dem Weg eine urige Hütte an: Manuela Kalkhauser möchte das authentische Tirol vermitteln. Und so kommt ihr immer wieder ein ‚Juchizer‘ über die Lippen, wenn sie am Ziel - wahlweise Gipfel oder Hütte - angekommen ist. Dort lässt sie gerne eine kleine Flasche Schnaps reihum gehen, aus der man einen Schluck nehmen darf. Auch das ist eine ihrer Spezialitäten: Der Gipfelschnaps hat Tradition.