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Jodlerhof
Andreas Gogl & Daniela Beutlrock
Hagbühelweg 3
6385 Schwendt
(0043) 665 6510 3949
jodlerhof.tirol@gmail.com
www.jodlerhof-tirol.at

Informationen

Die aktuellen Termine für Alpaka-Wanderungen finden Sie auf www.jodlerhof-tirol.at – eine telefonische Anmeldung ist bis zum Vortag möglich.

Flauschig und fein: Alpaka- und Bio-Produkte vom Jodlerhof

Die Wolle der Alpakas wärmt nicht nur im Winter. Auf dem Jodlerhof in Schwendt bei Kössen darf man die Tiere rund ums Jahr berühren, um die besondere Qualität ihrer Wolle im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen. Neben Produkten aus flauschiger Alpakawolle werden auf dem Jodlerhof auch feine Lebensmittel verkauft, die diesen Namen verdienen: Die Erzeugnisse aus biologischer Landwirtschaft vermitteln den Geschmack und das Gefühl vom naturnahen Leben auf dem Jodlerhof, das nicht nur die Alpakas, sondern auch Hühner, Rinder und natürlich die Menschen führen.

Auf Tuchfühlung mit Alpakas und anderen Tieren

Neugierig reckt sie den Kopf über den Zaun, mit tiefschwarzen Augen blickt sie zu den Besuchern herüber: Luzy ist eine von acht Alpaka-Stuten, die auf dem Jodlerhof in Schwendt bei Kössen ihr Leben genießen. Gehegt und gepflegt werden die Tiere mit dem dichten Wollkleid von Andreas und seiner Partnerin Daniela, die gemeinsam mit ihrer Tochter Anna und Andreas' Eltern Sepp und Greti auf dem Jodlerhof leben.

Abenteuerlustig. Alternativ. Außergewöhnlich.

Der Jodlerhof ist heute mehr als ein normaler Bauernhof. Auf die Biolandwirtschaft haben schon Sepp und Greti umgestellt: Mitte der 90er Jahre haben Sie beschlossen ihren Hof unter nachhaltigen Gesichtspunkten zu bewirtschaften. Mit ihrer Arbeits- und Lebenseinstellung waren sie damals Vorreiter und allein auf weiter Flur – erst nach und nach hat sich der Bio-Gedanke bis heute im ganzen Land durchgesetzt.

Der Jodlerhof liegt abgeschieden auf einem besonders schönen Flecken Erde: Von Kössen aus geht es immer weiter in Richtung Griesenau, die Straße wird schmaler, führt in einen Wald hinein, da weist rechterhand ein Schild den Weg in Richtung Jodlerhof. Die Kunden und Besucher kommen heute einerseits um die Produkte aus der biologischen Landwirtschaft zu erwerben und andererseits, um Alpakas und Lamas zu besuchen.

Zu Besuch bei den flauschigen Fellknäueln

Alpakas sind sehr genügsame Tiere. Ursprünglich stammen sie aus den Bergen Südamerikas, deshalb sind sie auch an das alpenländische Klima bestens angepasst. Nähert man sich einem Alpaka, dann springen zwei Besonderheiten direkt ins Auge: Zum einen die halbrund hervorstehenden Augen, die von langen Wimpern bekränzt neugierig in die Welt blicken – sie verleihen den Alpakas ein freundliches Aussehen.

Und zum anderen ist das Fell besonders auffällig. Die feinen Haare werden über zehn Zentimeter lang und bilden ein dichtes Vlies. Fährt man mit der Hand hinein, spürt man im Inneren der dichten Wolle die Wärme der Tiere. Bis zu fünf Kilogramm Wolle wachsen pro Jahr nach, einmal jährlich müssen die Tiere daher geschoren werden. Ohne die Rasur – die Andreas persönlich übernimmt – würde den Tieren im Sommer zu heiß werden.

Fein. Flauschig. Freundlich.

Die Rohwolle der Alpakas wird in unterschiedlichen Güteklassen angeboten: Das Haar von Rücken und Bauch hat die beste Qualität, das Fell von Hals und Beinen wird ebenfalls verarbeitet, ist aber nicht ganz so fluffig. Die Textur der Wolle ist anschmiegsam, angenehm, wärmend. Man muss sie mit den eigenen Händen berühren, um die besondere Qualität der Alpaka-Wolle im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen.

Die Wolle der Tiere wird zwar nicht direkt auf dem Jodlerhof verarbeitet, Andreas und Daniela aber versenden die Rohwolle nur an ausgewählte Produzenten in Österreich und lassen dort ihre Alpakaprodukte herstellen. Stolz sind sie auf die mit Alpakawolle gefüllten Bettdecken und Polster, die auf dem Jodlerhof angeboten werden. Wer sich auf Alpakawolle bettet, der liegt garantiert richtig und findet erholsamen Schlaf.

Alpakas und ihre nahen Verwandten

Obwohl die Alpakas ein so kuschelig weiches Fell haben, sind sie selten zum Kuscheln aufgelegt: Alpakas sind Herdentiere, die sogar zu ihren Artgenossen eine gewisse Distanz halten. Während Kühe und andere Säugetiere ihre Jungtiere nach der Geburt abschlecken und direkten Körperkontakt suchen, werden die Alpaka-Fohlen von Sonne und Wind getrocknet. Sie werden deshalb um die Mittagszeit geboren.

Alpakastuten werden bis zu zwanzig Jahre alt und gebären ein Junges pro Jahr. Auf dem Jodlerhof werden nicht nur Alpakas gezüchtet, sondern auch andere "Kameliden", also kamelartige Tiere: Lamas sind nahe Verwandte der Alpakas. Beide Arten haben eine besondere Strategie entwickelt, um Bedrohungen abzuwehren: Sie spucken. Die Tiere auf dem Jodlerhof aber sind gut erzogen, man kann sich ihnen also ohne Gefahr nähern.

Gutmütig. Geduldig. Gelassen.

Das ist von besonderer Bedeutung, da die Tiere auf dem Jodlerhof nicht nur um ihrer Wolle willen gezüchtet werden. Als Besucher darf man die Alpaka-Hengste auch zu einem Spaziergang ausführen. Die männlichen Alpakas und Lamas sind etwas gutmütiger als die weiblichen Tiere, die gemeinsam mit ihren Jungen in einer Herde leben. Ihnen kann man ein Geschirr anlegen. Sie kann man an der Leine durch die Landschaft führen.

Ein Spaziergang ist für Familien mit Kindern ein ganz besonderes Erlebnis, aber auch für Erwachsene ist es eine gute Gelegenheit mit den Tieren in Berührung zu kommen: Der Umgang mit den Alpakas und Lamas erdet auf eine angenehme Art, denn es braucht eine gewisse Ruhe, um diese Tiere zu führen. Sie kennen den Weg und sind doch darauf angewiesen, dass man ihnen mit Geduld und Gelassenheit zeigt, wo es lang geht.

Auf den Spuren der Alpakas und Lamas

Bevor man einen Spaziergang mit den sanftmütigen Tieren unternehmen darf, erläutern Andreas oder Daniela die wichtigsten Verhaltensregeln im Umgang mit den Alpakas: Man geht links vom Tier, hält die Leine mit beiden Händen. Und man achtet darauf den Tieren von hinten nicht zu nahe zu kommen. Kleine Kinder führen die Alpakas gemeinsam mit einem Erwachsenen, größere Kinder haben ihr eigenes Tier an der Leine.

Die Spaziergänger schreiten eine Route ab, die vom Jodlerhof zum Waldrand hinführt. Durch die besondere Lage des Jodlerhof am Fuße des Unterberges auf der Rückseite des Kaisergebirges liegt der Hof umgeben von Wiesen und Wäldern in unberührter Natur. Der Naturgenuss vor Ort ist ein einmaliges Extra für alle Besucher auf dem Jodlerhof.

Diese Vielfalt hat der Jodlerhof seinen Gästen zu bieten:

Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft
Sepp und Greti halten über 100 Hühner, die täglich Eier von bester Qualität legen. Ein Großteil der Eier wird direkt vermarktet, ein Teil wird weiterverarbeitet. In einer Bäckerei in Kössen werden die Eier vom Jodlerhof in Teigwaren verwandelt, Greti selbst stellt Eierlikör her. Außerdem wird das Fleisch aus der Rinderzucht direkt verkauft. Seit der Umstellung von der Milchwirtschaft auf die Mutter-Kuh-Haltung wird zwei Mal pro Jahr geschlachtet: Das Fleisch wird in Mischpaketen angeboten.

Spaziergänge mit Alpakas
Auf dem Jodlerhof darf man mit Lamas und Alpakas auf Tuchfühlung gehen. Nach einer kurzen Phase des Kennenlernens kann man die Tiere an einer Leine durch Schwendt führen. Für die Alpakaspaziergänge muss man sich vorab telefonisch anmelden. Der Besuch auf dem Jodlerhof nimmt circa 1,5 Stunden in Anspruch, circa 45 Minuten geht man mit den Tieren spazieren. Eine Wanderung mit den Alpakas und Lamas ist besonders für Familien mit Kindern sehr zu empfehlen.

Produkte aus Alpakawolle
Die Wolle der Alpakas vom Jodlerhof wird in ausgewählten, österreichischen Betrieben zu hochwertigen Produkten verarbeitet. Neben Bettdecken und Polstern wird aus dem Vlies eine Vielzahl von Kleidungsstücken hergestellt: Filzpantoffeln sorgen für warme Füße, modische Handschuhe und Mützen schützen Hände und Ohren. Wer gerne strickt oder häkelt, kann sich gefärbte Alpakawolle mit nach Hause nehmen und selber verarbeiten. Auch Seife aus Alpakawolle wird angeboten.

Alpaka- und Lamazucht
Nachdem sich Andreas und Daniela vor Jahren erst ineinander und dann in die Alpakas verliebt haben, helfen sie heute anderen Menschen, ihre Alpaka-Liebe zu leben. Immer mehr Landwirte und Liebhaber in Österreich beginnen die genügsamen Tiere zu halten. Auf dem Jodlerhof werden die Alpakas und Lamas gezüchtet, sodass man nicht nur die Produkte, sondern auch die Tiere selbst erwerben kann. Andreas und Daniela stehen ihren Kunden gerne beratend zur Seite.

Synergien aus Alpaka-Zucht und Landwirtschaft

Wer der Alpakas wegen auf den Jodlerhof kommt, der nimmt sich gerne ein paar Lebensmittel aus der biologischen Landwirtschaft mit nach Hause. Und wer als langjähriger Eierkunde auf den Hof kommt, der feiert vielleicht den nächsten Kindergeburtstag mit einem Alpaka-Spaziergang. So gut ergänzen sich die beiden Bereiche. Ein Besuch auf dem Jodlerhof entschleunigt und erdet nicht nur gestresste Großstadtmenschen. Mensch und Tier begegnet man hier mit Ruhe und Sorgfalt.

Zum Abschied klimpert Luzy wieder mit ihren langen Wimpern. Noch immer beobachtet sie neugierig, was vor dem Hof geschieht: In einem Korb werden pflegende Seifen herumgereicht - aus dem Vlies der Alpakas. Die Farbe der Seifen ist von der Haarfarbe der Tiere abhängig, zudem tragen sie ihre Namen. So kann man sich neben der einmaligen Erinnerung auch ein "Stück Alpaka" vom Jodlerhof mit nach Hause nehmen – die Seife "Luzy" ist wie die Wolle des Tieres Weiß mit lila Pigmenten und riecht nach Lavendel.