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Michael Jäger
Almkäserei Feldalm
Buchberg 41
6341 Ebbs
(0043) 664 8147 055
michael.jaeger@pappas.at

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten im Juni und Juli auf Anfrage

Almkäse von der Feldalm

Michael Jäger ist der "Fritzinger Bauer"

Er stammt vom ältesten Erbhof in Ebbs. Seit Generationen ist der "Fritzinger Bauer" ein Garant für Qualität. Schon die Eltern von Michael Jäger haben ihren Betrieb auf biologische Landwirtschaft umgestellt. Ihr Sohn führt die Landwirtschaft mit dem Wissen, um die Tradition und der Weitsicht, die es braucht, um auch in Zukunft zu bestehen. Den Sommer verbringt der Nebenerwerbsbauer mit seiner jungen Familie und circa fünfzehn Milchkühen auf der Feldalm.

Zeit für Qualität

Bester Almkäse von der Feldalm

Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: Es ist ein Bild, wie von einer alten Postkarte, das sich dem Wanderer auf der Feldalm bietet. In einem Talkessel am Fuße des Feldalmsattels mitten im Kaisergebirge liegen ein paar Almhütten verstreut. Auf den umliegenden Weiden grasen mehrere Kuhherden. Fleckvieh, Tiroler Braunvieh und Pinzgauer lassen sich an der Zeichnung des Felles unterscheiden. Alle Tiere haben eines gemein: Sie verbringen jeden Sommer auf der Feldalm, bevor sie mit ihren Besitzern zu den jeweiligen Bauernhöfen im Tal zurück kehren.

Almkäserei in luftigen Höhen

Sechs Bauern treiben ihre Kühe jeden Sommer auf die Feldalm. Sie wirtschaften bio-zertifiziert und verarbeiten die Milch ihrer Kühe direkt vor Ort. Michael Jäger, der Obmann der Agrargemeinschaft auf der Feldalm hat vor zwei Jahren seine Almhütte erneuert und eine kleine Käserei eingerichtet: Aus der frischen Milch wird würziger Almkäse hergestellt. Im Keller liegen die Käselaibe, immer wieder werden sie mit Salz eingerieben, um die Rindenbildung anzuregen. Den wohlschmeckenden Käse kann man nach dem Almsommer im Tal erwerben.

Den Almsommer regelt der sogenannte "Alp-Brief", wie Michael Jäger erläutert. Seit Generationen wird in diesem Dokument festgehalten, wie der Almsommer abzulaufen hat: Ende Mai werden die Kühe auf die sogenannten Niederalmen getrieben, um dort zu grasen. Nach circa vier bis sechs Wochen geht es weiter auf die Hochalmen. Hier ist es permanent an die 10 Grad kühler als im Tal. Das alpine Klima macht sich bemerkbar: Nur ein einziges Mal wächst die Vegetation. Die saftigen Gräser und würzigen Kräuter auf der Alm sind von ausgesprochen starkem Wuchs. Sie müssen dem rauen Klima und jeder Witterung trotzen - deshalb sind sie von besonders hoher Intensität.

Almleben fernab der Zivilisation

Den ganzen Tag über sind die Kühe auf diesen Weiden unterwegs. In dieser Zeit geben die Kühe eine Milch von ganz ausgezeichneter Qualität. Der Unterschied wird bereits in der Optik deutlich: Almkäse und -butter sind gelber als die Produktion aus dem Tal. Anfang August, wenn der Talkessel abgegrast ist, wandern die Tiere mit ihren Bauern zurück zu den Niederalmen. Bis Mitte September verbleiben die Herden dort, bevor es für die Wintersaison zurück in den heimatlichen Stall geht. Auf der Feldalm findet noch ein Almabtrieb nach alter Tradition statt: Wenn Mensch und Tier gesund zurück kehren, wird das zum Anlass genommen, um ausgelassen zu feiern. Es ist ein einzigartiges Fest.

Die Gemeinschaft der Bauern auf der Feldalm kennt sich gut. Auf der Alm gibt es weder Fernsehen noch Internet. Man ist auf sich allein gestellt. Seit 1986 ist die Feldalm für Berechtigte mit dem Auto zu erreichen. Die Bauern fahren ein oder zwei Mal pro Woche ins Tal, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen. Die restliche Zeit verbringen sie allein bei ihren Tieren. Alle anderen können sich zu Fuß in Richtung Feldalm aufmachen. Von Walchsee aus ist das Naturjuwel in 2,5 Stunden erreichbar. Von der Feldalm aus, bietet sich eine alternative Route zu Stripsenkopf und Stripsenjoch an. Außerdem erreicht man den Höhenweg und kann über diesen zur Vorderkaiserfeldenhütte weiter wandern.

Von einer Generation zur nächsten

Die Bauern indes finden Möglichkeiten sich zu unterhalten. Nach getaner Arbeit sitzt man abends beisammen und erzählt sich Geschichten von früher. Die Bauernhöfe werden seit Generationen weitergegeben. Michael Jäger sieht seinen Besitz als Lehen. Man erbt nicht den Hof an sich, sondern die Aufgabe sich um die Landwirtschaft zu kümmern. Auf dass man sie eines Tages wieder weiter geben kann. Sein Sohn Georg ist zwar erst fünf Jahre alt, doch mit seinem Tiroler Hut erkundet er bereits die Alm und wird auf diese Art spielerisch an das Thema heran geführt.

Die neue Almhütte jedenfalls bietet im Vergleich zur alten sehr viel Komfort: Gemeinsam mit seiner Familie hat Michael Jäger die Hütte aufgebaut. Das verwendete Fichtenholz stammt aus dem eigenen Wald am Kaisergebirge. Noch hebt sich das helle Holz vom Grün des Hintergrundes ab. Doch schon bald, wenn das Alpenklima an der Hütte nagt, wird sich das Holz verfärben und der Neubau wird sich übergangslos in die Umgebung einfügen. So ist es mit den guten Dingen: Sie verlieren die Tradition nicht aus den Augen, zerstören nicht das Dagewesene, sondern fügen etwas hinzu und denken das Bestehende weiter. So haben es die Eltern von Michael Jäger getan, als sie den Betrieb auf biologische Landwirtschaft umstellten und so tut es Michael Jäger, wenn er die Almhütte auf der Feldalm neuen Herausforderungen anpasst.

Regionale Produktvermarktung

Die Feldalm soll zukünftigen Generationen erhalten bleiben. Um das zu ermöglichen, geht Michael Jäger auch in Sachen Vertrieb neue Wege. Den Großteil seines Ertrages liefert Michael Jäger an die Biokäserei in Walchsee. Die Sommermilch wird direkt zu Käse und Butter verarbeitet. Nach der Reife - also circa drei Monate nach der Produktion - wird der Käse ab Hof in Ebbs verkauft. Außerdem hat Michael Jäger einen Bauernmarkt im Ortszentrum von Ebbs initiiert. Ab 7. September wird der Markt immer am ersten Samstag im Monat am Vorplatz des neuen Kindergartens stattfinden. An die 15 Bauern aus der Region Kufsteinerland und Kaiserwinkl werden ihre hochwertigen Produkte anbieten.